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Die Tradition ist 300 Jahre alt.
DIE GESCHICHTE DES SCHWAMMHANDWERKS
          Die Legende sagt, dass den Krapanj-Bewohnern ein Grieche von Kreta mit dem Namen Fra Antun, am Anfang des 18 Jhs., das Schwammtauchen beibrachte. Er brachte auch 1704 auf die Insel die Kenntnisse über die Schwammbearbeitung mit. Die Schwämme wurden danach nach Venedig exportiert. Man fing sie zuerst mit Dreizack aus dem Schiff. Mit dieser Technik fingen manche Schwammtaucher von Krapanj die Schwämme bis in die sechziger und siebzieger Jahre des letzten Jahrhunderts. Heutzutage gibt es solche geschickte Schwammtaucher nicht mehr und es gibt auch keine Schwämme mehr, die man aus einer Tiefe mit bloßem Augen sehen und mit Dreizack fangen könnte.

          Das Schwammtauchen war ein lukratives Handwerk der Einwohner des Inselchens Krapanj. Zur “Jagd” wurden Schiffe von 4 bis 5 Tonnen benutzt und bis zum Jahre 1893 wurden die Schwämme nur mit einem Hakenspiess geholt, also aus einer Tiefe von 15 Meter. Auf jedem Schiff waren 2 Männer, ein sogenannter "sviæar", der mit dem Dreizack Schwämme holte und ein "šijavac", der ruderte. Der Fang wurde untereinander geteilt, und zwar so, dass der „sviæar“ die Hälfte, der “šijavac“ ein Viertel, wie auch der Schiffsbesitzer ein Viertel bekam.
Wenn das Schiff dem „sviæar“ gehörte, bekam dieser dann zwei Drittel und „šijavac“ ein Drittel. Die Jagd mit dem Dreizack war nicht besonders lohnend, weil man nur im ruhigen Meer jagen konnte. Ausserdem, wenn sich die Schwämme verletzten und sich vom Grund schälten, wurde der Keim zerstört.

          Während der Oesterreich-Ungarischen Monarchie, bemühte sich die Regierung in Trieste, das Schwammhandwerk zu fördern, schenkte so 1893 der Schwammgenossenschaft eine Tauchgerät, und im Jahr 1896 auch einen zweites. Es wurde ein Kampf zwischen den Dreizack-„Jägern“ und den Tauchern.
Aus uralten Zeiten und am Anfang des Schwammhandwerks wurden Krisen der Krapljans Schwammtaucher bekannt. Hauptgrund waren die Beschränkungen der Jagdplätze. Dies kam besonders zum Vorschein, als man anfing die Jagd auf Schwämme mit Tauchgeräten und motorbetriebenen Schiffen zu machen. Die Jagdplätze wo der beste Schwamm lebt, wurden beschränkt, so dass die motorisierten Schiffe mit Tauchgeräten sehr schnell die zur Verfügung stehenden Reserven ausschöpften.

          In den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg bis zu den fünfziger und früheren sechziger Jahren, wurden fünfzehn bis zwanzig Mannschaften auf Krapanj, jede mit 7 oder 8 Mitgliedern, gegründet.
Im Jahr 1956 wurde das Schicksal des Schwamhandwerks auf Krapanj, wegen einem misslungenem Projekt, fast für immer beendet. Die sechs ausgerüsteten Mannschaften gingen zur Schwammjagd an der ägyptischen Küste. Nach dem Misserfolg und der Rückkehr wurde die Firma "Spužvar" geschlossen. Die Zahl der Taucher fing allmählich an zu sinken, so dass anfangs des Jahres 1968 nur noch 11 Taucher waren.

SCHWAMMTAUCHEN FRÜHER
          Seinen Höhepunkt erreichte das Schwammtauchen auf Krapanj im Jahr 1912, als bis zu 400-tausend Stück nach Italien, Frankreich und Deutschland verkauft wurden. Im Jahr 1946 wurde die Firma «Spužvar» gegründet, wo 32 Taucher arbeiteten und mit den 10 bis 12 Mannschaften zum Schwammfang gingen. Dazu gehörten mit dem Split-Unternehmen "Brodospas" 16 Taucher aus Krapanj, drei aus der Leitung des Seewesens in Split, und 21 Taucher arbeiteten im See-Bauunternehmen entlang der Adriatische Kueste.

SCHWAMMTAUCHEN HEUTE
          "Heute gibt es aber auf Krapanj nur fünf Tauchmannschaften" – sagt Grgo Milutin, der in den achtziger Jahren ein privates Schwammjagd-Geschäft mit seinem Bruder, als erste Mannschaft, ausschließlich mit leichter Ausrüstung anfing,– "dann noch drei in Brodarica und eine in Zaboriæ. Beim Rest der adriatischen Küste, gibt es nur noch zwei oder drei Mannschaften, deren Fang von keiner größeren Bedeutung wäre (200 bis 300 kg), während die Mannschaften aus Krapanj jährlich drei- bis fünftausend Kilogramm Schwamm fangen". Jede Mannschaft hat einen oder zwei Taucher, so dass die Mannschaften mit zwei Tauchern insgesamt vier oder fünf Mietglieder zählen, die mit einem Taucher nur drei oder manchmal sogar nur zwei Mitglieder haben.

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